Die friedlichen Lebensrechtler, darunter viele Familien und jungen Leute, blieben betend und singend in der Nähe der Ägidii-Kirche stehen, während die Anhänger der „Antifaschistischen Aktion“ mit lauten Parolen und Trillerpfeifen störten. Als sie versuchten, zu den Betenden durchzudringen, als die Situation für die christlichen Lebensrechtler bedrohlich werden konnte, bildeten zahlreiche Polizisten eine Sperrzone, um die Beter zu schützen.
Antifa-Gruppen hatten zuvor im Internet zu „kreativen Störaktionen“ aufgerufen und das Motto ausgegeben: „Abtreibung ist Frauenrecht.“ - Auf der Webseite der „Antifaschistischen Aktion“ war außerdem zu lesen: „Es wird am Samstag einen Ermittlungsausschuss geben, der sich um euch kümmert, falls die Polizei auf die Idee kommen sollte, Ärger zu machen und euch mit auf die Wache zu nehmen. Die Nummer könnt ihr an dem Tag selber erhalten.“
Demnach hatten sich die Randalierer auf eine Konfrontation mit der Polizei eingerichtet. Stundenlang mußten sich die Lebensrechtler Parolen wie diese anhören: „Kein Gott - kein Staat - kein Patriarchat!“ - „Mein Bauch gehört mir!“ – „Ob Kinder oder keine - entscheiden wir alleine!“ – Die Linksradikalen hielten zahlreiche Plakate mit einem durchgestrichenen Kreuz hoch, auch eine blasphemische Kruzifix-Karikatur war zu sehen.
Nachdem die Antifa trotz mehrerer Verwarnungen der Polizei ihre rechtswidrige Blockade gegen die Prozession der Lebensrechtler fortsetzte, kam nach 2 Stunden Störaktionen Polizei-Verstärkung aus anderen Städten Nordrhein-Westfalens angefahren. Insgesamt waren ca 20 Polizeiwagen und hunderte von Beamten im Einsatz. Um 17,30 Uhr hatten die Polizisten den harten Kern der Störer eingekesselt, so daß die Beter ihre Prozession zum Dom beginnen konnten.
Dort endete die Mahnwache für das Lebensrecht der Ungeborenen am Kardinal-von-Galen-Denkmal am Domplatz. Die Lebensrechtler bedankten sich bei der Polizei für ihren Einsatz zugunsten des Demonstrationsrechts und der Meinungsfreiheit - als Dank beteten sie ein Vaterunser für die hilfsbereiten Polizisten und ihre Familien.
Zum Abschluß segneten einige Priester gemeinsam die Schar der Beter, die sich trotz stundenlanger Antifa-Randale ihre Geduld und Sangesfreude nicht nehmen ließen, so daß angesichts der linksradikalen Parolen immer wieder das Loblied erklang: „Großer Gott, wir loben Dich!“
Felizitas Küble, Vorsitzende des Christoferuswerks in Münster |